Brasserie Lamazere in Berlin

Brasserie Lamazere Berlin

Lamazère - la passion

Berlin-Charlottenburg hat viele Gesichter. Es ist gediegen, urban, hier und da wuselig und manchmal auch laut. Wer jedoch am Stuttgarter Platz in der Nummer 18 einbiegt, lässt das alles hinter sich. Die Tür zur "Lamazère Brasserie" ist nämlich so etwas wie ein Portal, das einen direkt nach Paris befördert. Plötzlich riecht es nach Rotwein, frischem Baguette und geschmortem Fleisch und im Hintergrund hört man das Klappern von Besteck und das für gut gefüllte Pariser Lokale typische Stimmengewirr. Mit seinem gleichnamigen Lokal hat Regis Lamazère ein Stück seiner Heimat importiert. Und das so authentisch, dass man beim Hinausgehen reflexartig nach dem Eiffelturm Ausschau hält.

Lieber Gastgeber als Koch

Was das "Lamazère" in Charlottenburg so besonders macht, ist sein Besitzer. Regis Lamazère ist nicht der Quereinsteiger, der nach einem BWL-Studium plötzlich Lust auf Gastronomie bekommen hat. Ihm wurde die Haute Cuisine praktisch mit der Muttermilch verabreicht. Sein Vater Roger Lamazère war eine Legende, ein gefeierter Zwei-Sterne-Koch, dessen unweit der Champs-Élysée gelegenes Restaurant ein echter Pilgerort für Gourmets aus aller Welt war. Dadurch wuchs der kleine Regis in einer Welt auf, in der das Mittagessen unter einer auf Hochglanz polierten Silberglocke serviert wurde. Aber wie das so ist mit den großen Fußstapfen des Vaters: Manchmal will man gar nicht hineintreten.

Nach einer harten Ausbildung in der Pariser Hotellerie und der noch härteren Schule in der Küche des berühmten Alain Ducasse, stand für Regis fest, dass die Arbeit am Herd nichts für ihn ist. "Ich bin ein Clown und stehe lieber vorne im Lokal als hinten in der Küche", sagt er heute lachend über sich selbst. Für seine Gäste ist das ein echter Segen, denn Regis ist der geborene Gastgeber, stets präsent sowie typisch französisch charmant und herzlich.

Bistronomie: Sterneküche in Bistroatmosphäre

Das kulinarische Konzept des "Lamazère" nennt sich "Bistronomie". In Frankreich ist das längst ein großer Trend. Hierzulande ist es jedoch noch ein bisschen erklärungsbedürftig. Dabei ist die Idee dahinter ist eigentlich einfach: Man nehme die exzellente Qualität und das handwerkliche Können der Sternegastronomie und streiche alles, was daran stört, wie z. B. die steifen Tischdecken, flüsternde Kellner, die komplizierte Etikette und die hohen Preise.

Das Ergebnis ist ein Ort, an dem man bestes Fine-Dining genießen und sich gleichzeitig entspannt mit Freunden unterhalten und auch mal laut lachen darf, mit gemütlichen Bänken, viel Holz und warmem Licht. Der Mix an Menschen im "Lamazère" ist berlintypisch bunt und reicht vom Studenten bis zum Anzugträger. Trotz der verschiedenen Hintergründe sind sich aber alle in dem Punkt einig, dass es hier fantastisch schmeckt.

Eine in Leder gebundene Speisekarte sucht man im "Lamazère" ebenfalls vergeblich. Wie in den Lokalen rund um den Montmartre üblich findet sich das bewusst auf vier Vorspeisen, vier Hauptgerichte und drei Desserts reduziere Speisenangebot auf einer großen Schiefertafel.

Französische Klassiker in Spitzenqualität

Was steht nun auf der Tafel? Der Chef selbst beschreibt das Angebot als eine kulinarische Reise durch die französische Küche. Genuss pur sind zum Beispiel die Oeufs Cocotte (Eier im Töpfchen), die so cremig sind, dass man am liebsten ewig weiterlöffeln würde. Ebenso leckere Highlights sind das perfekt abgeschmeckte Tartare de Boeuf und die Pommes Darphin, eine Art großer Kartoffelpuffer.

Bei der Zubereitung in der Küche blitzt ein wenig die alte französische Schule durch. Das Iberico-Schwein wird zum Beispiel nicht einfach mal eben kurz gebraten, sondern stolze 13 Stunden lang im Ofen auf Niedrigtemperatur gegart. Das macht das Fleisch so butterzart, dass man gut auf das Messer verzichten könnte. Auch bei den Zutaten kennt der Chef kein Pardon. Die Jacobsmuscheln - wenn sie denn mal auf der Tafel stehen - kommen zum Beispiel ausschließlich aus der Normandie und nicht aus irgendeiner anderen Region.

Ein Hoch auf den Wein

Essen beim Franzosen ohne Wein? Undenkbar! Die Weinkarte im "Lamazère" ist entsprechend üppig und liest sich wie eine Liebeserklärung an die Heimat. Der Fokus liegt klar auf Tropfen, die Spaß machen, gleichzeitig aber auch bezahlbar sind. Es finden sich aber auch einige Schätzchen für Kenner. Lassen Sie sich am besten vor Ort beraten. Regis und sein Team finden immer die Flasche, die Ihren Abend im "Lamazère" perfekt macht.

Erleben Sie das Lamazère mit der Fine Dine Edition

Konnten wir bei Ihnen die Sehnsucht nach einem Abend voller "Savoir-vivre" (französische Lebensart) wecken? Falls ja, ist der Wertgutschein aus der Fine Dine Box Berlin Ihr Ticket für einen kulinarischen Kurztrip an die Seine. Geben Sie den Gutschein einfach bei Ihrer Ankunft im Restaurant ab. Sobald Sie einen Rechnungsbetrag von 80 Euro erreichen, werden Ihnen automatisch 30 Euro von der Rechnung abgezogen. Das so gesparte Geld investieren Sie am besten in eines der leckeren Desserts oder in ein zweites Glas Wein.

Öffnungszeiten der Brasserie Lamazère in Berlin:

  • Dienstag - Sonntag: 18:00 Uhr - 23:00 Uhr
  • Montag: Ruhetag
  • Stand: 27.01.2026

Adresse:

Lamazère - Brasserie
Stuttgarter Platz 18
10627 Berlin
Webseite: https://lamazere.de/

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