Macionga - die Sinneswelt
Normalerweise ist die Hierarchie in der gehobenen Gastronomie fest in Stein gemeißelt: Der Koch kocht, der Sommelier begleitet. Im "Macionga" in der Xantener Straße in Berlin haben Patron André Macionga und sein Küchenchef Christopher Wecker diese alte Regel einfach mal über Bord geworfen. Die edlen Tropfen sind hier kein bloßer Begleiter, sondern ein gleichberechtigter Partner. Küche und Keller spielen sich quasi gegenseitig die Bälle zu, mal harmonisch, mal als spannender Kontrapunkt, aber immer perfekt auf den Punkt.
Dabei ist es fast schon ein Wunder, dass sich die beiden Individualisten so gut verstehen. Sobald sie die Schürzen ablegen und am Wochenende die Bundesliga im Fernsehen läuft, könnten ihre Welten nämlich kaum weiter auseinanderliegen.
Ein Duo wie Pech und Schwefel
Die Geschichte von André Macionga und Christopher Wecker liest sich ein bisschen wie eine gastronomische Lovestory. Denn was Starkoch Tim Raue einst vereinte, konnte auch eine der größten Rivalitäten der Bundesliga nicht trennen. Sieben Jahre lang arbeiteten der bekennende FC-Bayern-Fan Macionga und der BVB-Anhänger Wecker Seite an Seite bei dem wohl bekanntesten Sternekoch Berlins.
Während Wecker in der Küche die Sterne vom Himmel kochte, sorgte Macionga mit seinem feinen Gespür für die passende Begleitung für rundum zufriedene Gäste. Diese Symbiose war schon damals legendär. Später zog es Wecker nach Potsdam in die "Villa Kellermann" von TV-Moderator Günther Jauch. Und wer lieferte die Weine? Genau, André Macionga. Als dieser dann 2024 einen Chefkoch für sein eigenes Restaurant suchte, war die Wahl so klar wie ein guter Riesling. "Hier kommt zusammen, wer zusammengehört", sagt Wecker über die Wiedervereinigung des Duos.
Auch Macionga ist begeistert, seinen alten Partner wieder an seiner Seite zu haben bzw. in seiner Küche zu wissen und ergänzt: "Wenn wir neue Rezepte und Weine aufeinander abstimmen, braucht es selten viele Worte. Da reicht ein kurzer Augenkontakt."
Von der Mittagskantine bis zum Fine-Dining am Abend
Doch genug der Romantik. Viel wichtiger ist die Frage, was im "Macionga" auf den Teller kommt. Christopher Wecker hat hier eine klare Philosophie: "Wir wollen geschmacklich in Erinnerung bleiben". Der Stil des Küchenchefs basiert auf der französischen Küche, die er mit einer guten Portion deutscher Bodenständigkeit und einem modernen Twist auflockert.
An den Wochenenden geht es mittags im "Macionga" ganz geradlinig zu. Dann wird das Restaurant zur Mittagskantine und bietet von 12 bis 15 Uhr unkomplizierte Gerichte ohne Chichi, dafür aber intensivem Geschmack an. Unter dem Motto "Esst wie es ist" stehen zum Beispiel eine leckere Spargelsuppe mit eingelegten Radieschen und Zitrone oder ein Fang des Tages (z. B. Beurre blanc mit Kartoffelcreme und Kopfsalat) auf der Karte.
Am Abend dreht Wecker richtig auf und zeigt, was er am Herd kann. Dann werden Küchenklassiker dekonstruiert und auf spannende Weise neu zusammengesetzt. Bestes Beispiel ist das absolute Signature Dish "Hühnerfrikassee CW". Mit dem Gericht aus der Kindheit hat das natürlich nur wenig gemein. Wecker serviert seinen Gästen eine knusprig kontierte Hühnerkeule mit in Geflügelfond gekochtem Reis, dazu Karotten, Erbsen, grüne Bohnen, Trüffel und Schwarze Walnuss. Das ist absolutes Soulfood auf Sterne-Niveau. Ebenso raffiniert sind der geschmorte Rinderbraten mit Rote Beete, Johannisbeere und Sellerie und der Kabeljau, der von Miesmuscheln und einem Algensalat begleitet wird.
Der Wein
Hier kommt André Macionga ins Spiel. Der Sommelier ist besonders für seine eigenen Kreationen bekannt. Durch meisterhaftes Cuvertieren erschafft er maßgeschneiderte Weine zu Weckers Gerichten. Absoluten Kultstatus genießt zum Beispiel sein Wein mit dem Namen "Es ist wie es ist", den er zusammen mit dem fränkischen Winzer Horst Sauer entwickelt hat. Wer es noch exklusiver mag, probiert Maciongas eigenen Wein von der Kanareninsel Las Palma. Die Reben wachsen dort auf Vulkanboden. Wenn man einen Schluck nimmt, versteht man sofort, was er meint, wenn er sagt: "Da schmeckt man den Atlantik."
Ein Ort zum Bleiben
Das alles passiert in einer Atmosphäre, die so gar nicht steif wirkt. Das Restaurant in Charlottenburg-Wilmersdorf ist gemütlich und mit sanftem Licht ausgeleuchtet. Kunstwerke an den Wänden sorgen hier und da für Farbtupfer und der schöne Bartresen lädt dazu ein, auch einfach mal nur auf ein Glas Wein im "Macionga" vorbeizuschauen.
Erleben Sie das "Macionga" mit der Fine Dine Edition
Mit der Fine-Dine-Edition können Sie das perfekte Zusammenspiel aus Küche und Keller im "Macionga" selbst erleben. Wählen Sie aus zwei Optionen:
Der Einsteiger-Wertgutschein in Höhe von 30 Euro lässt sich schon ab einem Rechnungsbetrag von 80 Euro einsetzen und eignet sich perfekt, wenn Sie sich selbst durch die Karte probieren und/oder einen guten Wein genießen möchten.
Möchten Sie zu zweit ein 4-Gang-Menü bestellen, ist der Genießer-Wertgutschein perfekt. Damit sparen Sie bei Bestellung von zwei 4-Gang-Menüs 50 Euro. (Zur Fine Dine Box Potsdam)
Wichtig: Geben Sie Ihren Gutschein direkt bei Ihrer Ankunft im Restaurant ab.
Öffnungszeiten Restaurant Macionga Berlin:
- Donnerstag - Montag: ab 18:00 Uhr
- Samstag - Sonntag: 12:00 Uhr - 15:00 Uhr
- Dienstag - Mittwoch: Ruhetag
- (Stand: 02.12.2025)
Adresse:
Restaurant Macionga
Xantener Str. 9
10707 Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Telefon: 0179/ 113 46 73
Webseite: https://restaurantmacionga.com/


